Zwischenfrüchte im Frühjahr einarbeiten
10.02.2022 2 Min. Lesezeit

Ab dem 15. Februar dürfen Zwischenfrüchte mechanisch eingearbeitet werden – ein wichtiger Vorgang für die Mineralisation der Nährstoffe. Das Absterben der Zwischenfrüchte bildet die Grundlage hierfür und trägt gleichzeitig dazu bei, den Einsatz von nicht selektiven Herbiziden anschließend zu mindern. Hier erfährst du, welche Strategien sich zur Einarbeitung der Zwischenfrüchte eignen!

Zwischenfrüchte im Frühjahr einarbeiten

In vielen Regionen ist es noch zu nass, jedoch sollte der nächste günstige Zeitpunkt genutzt werden, die abgestorbene Zwischenfrucht einzuarbeiten. Eine ordentliche Zerkleinerung der Pflanzenteile ist Grundvoraussetzung für eine zügige Rotte und eine verstopfungsfreie Arbeit bei der anschließenden Bodenbearbeitung. Außerdem sollte die gute Bodenstruktur, für die die Zwischenfrüchte gesorgt haben, mit dem Umbruch erhalten bleiben. Schadverdichtungen sollten in jedem Fall vermieden werden. Eine sorgfältige und gut durchdachte Bodenbearbeitung sollte also an erster Stelle stehen, um die Vorzüge der Zwischenfrucht möglichst nachhaltig nutzen zu können.

Zwischenfrüchte im Frühjahr einarbeiten

Weitere Einflussfaktoren

Um möglichst viel des aufgebauten Humus zu erhalten, ist es auch wichtig, sich die Bodentemperatur sowie die Bodenfeuchtigkeit anzuschauen. Auch die Zwischenfruchtarten, die Zusammensetzung der Mischung und das Stadium, in dem die Vegetation sich befindet, spielen bei der Einarbeitung eine entscheidende Rolle.

Einarbeitung

Bevor die Kreiselegge, die Scheibenegge, die Bodenfräse oder der Grubber zum Einsatz kommen kann, muss das Pflanzenmaterial abgetötet werden. Bei vorangegangenem Frost erfolgt dies automatisch, ansonsten kann bei hartnäckigen Pflanzen auch ein Herbizid eingesetzt werden. Oftmals wird auch der Mulcher zur Zerkleinerung der Zwischenfrucht eingesetzt. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass die Mulchauflage gleichmäßig verteilt ist. Nur wenn Pflanzen gemulcht werden, die nicht mehr austreiben können, ist sichergestellt, dass es zu keinem Unkrautdurchwuchs kommt. Anschließend dient der Grubber oder auch verschiedene Eggen zur oberflächlichen Einarbeitung. Im Boden können Mikroorganismen unter optimalen Bedingungen die Zersetzung des Pflanzenmaterials fortführen. Durch die Bodenbearbeitung gelangt nämlich zusätzlicher Sauerstoff in den Boden. Hierbei kann es jedoch auch passieren, dass Stickstoff zu schnell und zu früh freigesetzt wird, sodass dieser für die Folgefrucht nicht mehr verfügbar ist.

Die zunehmend beliebteren Messerwalzen kommen mit großen Pflanzen zurecht. Dabei erzielt ein hohes Eigengewicht der Messerwalze ein besseres Schnittergebnis. Mit Arbeitsbreite von 3m und einer Fahrtgeschwindigkeit von 14 – 20 km/h können schnelle und gute Ergebnisse erzielt werden. Aufgrund dieser Vorteile muss jedoch auch zusehends auf Wildtiere im Bestand geachtet werden. Im Falle des Falles also immer von innen nach außen arbeiten!

Gute Voraussetzungen für die Folgefrucht

Ist die Zwischenfrucht erfolgreich angebaut worden, gewachsen und anschließend zerkleinert und eingearbeitet worden, bieten sich auf dem Feld hervorragende Voraussetzungen für den Anbau der Folgefrucht. Der Boden ist gut vor Wind- und Wassererosion geschützt, die Nährstoffe konserviert und Unkraut- und Ungrassamen am Auflaufen gehindert.

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